Wie man einen Kindle zum Absturz bringt.

So ein Kindle ist schon etwas Feines. Gestern las ich das spannende Finale des Romans „Die Tür“ von Akif Pirinçci. Bei 87% des Buches wollte der Kindle auf einmal nicht mehr. Seltsam. Ein Neustart des Gerätes brachte leider auch nicht das gewünschte Ergebnis. Genervt hab ich den Reader erst einmal zum Laden angestöpselt und bin  ins Bett. Heute morgen habe ich dann mit einem sehr freundlichen Support-Mitarbeiter von Amazon den Kindle auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Danach wieder alles eingerichtet und den Schmöker erneut heruntergeladen. Bedauerlicherweise ohne Erfolg.

Nun hab ich mir das ganze mal in der Kindle-App auf dem Mac angesehen und festgestellt, dass bei Position 4887 etwas seltsam aussieht:

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An dieser Position befindet sich anscheinend eine URL. Klickt man diese am Computer erscheint ein Bericht über die Kinofassung von „Die Tür“. Offenbar bringt diese URL den die Kindle-Software komplett zum Absturz und danach schafft nur ein Reset Abhilfe.  Solche Probleme lassen mich wieder ein wenig am E-Book-Format zweifeln. Natürlich sind mir in der Vor-E-Book-Ära auch schon mal Bücher abgestürzt aber diese ließen sich einfach wieder aufheben. Der Support meldet sich bei mir und ich bin sehr gespannt.

Ich stehe auch mit dem Rowohlt-Verlag in Kontakt denn bei der digitalen Variante von „Darknet“ hat sich der Fehler eingeschlichen, dass der Text nicht in Blocksatz formatiert ist.

In beiden Fällen war der Support seitens der Anbieter vorbildlich und ich bekam rasche Antwort. Nur mit der Lösung dauert es halt ein wenig. Es zeigt auch das E-Books im deutschsprachigen Raum noch nicht ganz den Kinderschuhen entwachsen sind. Außerdem fällt mir in letzter Zeit mangelnde Sorgfalt auf. In fast allen Büchern, die ich in jüngster Vergangenheit gelesen hab, sind zahlreiche Rechtschreibfehler enthalten. Bei E-Books ließe sich dieses Problem sehr schnell lösen und man könnte den Kunden ein Update anbieten. Aber so wie ich mir das vorstelle, klappt es scheinbar bislang nicht.